15. Mai 2009
Paysage mon amour
«[...]
das Erwandern einer Farbe,
oder nach richtigem Massstab,
oder beidhändig, wie die Liebe.
An den Ecken rollt sich die Landschaft ein.»
(aus Scapes, Ingrid Fichtner)
Erstmals seit der Mensch den aufrechten Gang erlernte, leben wir heute in einer Zeit, wo es dem Individuum möglich ist, ein Leben unabhängig von seiner realen physisch gebauten, gestalteten oder natürlichen Umwelt – im Weiteren kurz «Landschaft» genannt – zu führen.
Wie verändern diese neuen Möglichkeiten, die von immer mehr Leuten immer häufiger auch genutzt werden, das Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft?
Kommt uns etwas abhanden?
Entschwindet ein Raum in dem wir so viel erlebt haben, in den wir aber auch immer so viele Sehnsüchte und Erwartungen projiziert haben, ins Reich der Vergangenheit?
Ist das post-arkadische Zeitalter angebrochen?
Haben sich Mensch und Landschaft einfach auseinander gelebt?
Mögen wir uns noch mit ihr auseinander setzen oder suchen wir sie wenigstens noch ab und zu auf?
Der Rapperswilertag 2009 will dieses, nennen wir es mal «Verhältnis» thematisieren und diskutieren. Einerseits soll an Hand von Beispielen gezeigt werden wie Landschaft in der Stadt und auf dem Lande heute genutzt und gestaltet wird. Andererseits beleuchten wir die Beziehung zu diesem Etwas, von dem wir ein Teil sind, das wahrscheinlich aber eine eigene Seele hat, und zeigen Möglichkeiten wie dieser Bezug gestärkt und intensiviert werden kann.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!